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StartLernstoffMenschliches LeistungsvermögenOhr, Gleichgewicht & Desorientierung

MODUL 3 · Menschliches Leistungsvermögen

Ohr, Gleichgewicht & Desorientierung

Du verstehst, warum das Innenohr im Flug lügt, kennst Grey-out/Red-out und die wichtigsten Desorientierungs-Illusionen samt Gegenmitteln.

Worauf es ankommt

Merksatz

Dein Innenohr ist ein schlechter Fluglehrer: Es spürt nur Änderungen, glaub dem Horizont, nicht dem Bauch. Eigene Merkhilfe

Typische Prüfungsfallen
  • Glauben, das Gleichgewichtsorgan erkenne konstante Drehungen (nur Beschleunigungen!)
  • Mit Erkältung fliegen („wird schon gehen"), Barotrauma
  • Grey-out und Red-out den falschen g-Richtungen zuordnen

Das Lernvideo zu diesem Modul

Vertont, Modul 3 aus dem Sachgebiet Menschliches Leistungsvermögen. In der App läuft es auch ohne Netz.

So erklärt ExamWing

Eine Übungsfrage aus diesem Modul, mit der Begründung zu jeder Antwortmöglichkeit, auch zu den falschen. Genau das ist der Unterschied zum reinen Durchklicken eines Fragenkatalogs.

Du fliegst eine länger andauernde Kurve mit konstanter Drehrate. Nach einiger Zeit hast du das Gefühl, geradeaus zu fliegen, obwohl du dich weiterhin drehst. Wie ist dieser Trugschluss zu erklären?

  1. Das Innenohr kann nur Beschleunigungen unter 1 g verarbeiten; bei längeren Kurven wird dieser Schwellenwert überschritten.Falsch: Einen 1-g-Schwellenwert der Bogengänge gibt es nicht; das Phänomen beruht allein auf fehlender Winkelbeschleunigung.
  2. Die Bogengänge im Innenohr melden nur Dreh-Beschleunigungen; bei gleichbleibender Drehrate gleicht sich die Endolymphe an, der Reiz klingt nach einigen Sekunden ab.Richtig: Die Bogengänge reagieren nur auf Winkelbeschleunigung; bei konstanter Drehrate kommt die Endolymphe zur Ruhe und der Cupula-Reiz klingt ab.
  3. Der Gleichgewichtssinn meldet die Drehung weiterhin korrekt, das Gehirn unterdrückt die Meldung jedoch absichtlich.Falsch: Das Gehirn unterdrückt nichts absichtlich; der Sinnesreiz selbst verschwindet physikalisch, weil keine Beschleunigung mehr vorliegt.
  4. Die Otolithen erkennen die Drehung anfangs korrekt, ermüden aber nach kurzer Zeit und stellen ihre Meldung komplett ein.Falsch: Drehungen erkennen die Bogengänge, nicht die Otolithen; diese messen Linearbeschleunigung und Schwerkraft, und Ermüdung ist nicht die Ursache.

Quelle: Physikalisches Grundprinzip: Trägheit der Endolymphe in den Bogengängen (Sinnesphysiologie des Vestibularorgans)

Weiterlernen

Dieses Modul enthält in der App 4 Übungsfragen mit vollständiger Begründung, dazu Karteikarten, Fortschritt und Prüfungssimulation.

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Fachliche Grundlage: EASA Part-FCL mit den zugehörigen AMC und GM sowie die nationalen Veröffentlichungen. Eigene Formulierungen, keine Wiedergabe amtlicher Prüfungsfragen. Stand 2026-06-14.